Manege frei für den Mitmachzirkus

Fotos: Georg Hahn

Grundschulkinder  erweisen sich als talentierte Artisten – Bürgermeister Müllinger wagt sich an das Wurfbrett

Mitterskirchen-Geratskirchen.  Wer kennt nicht den legendären Spruch „so ein Zirkus“, der beim Ausdruck zu einer misslungenen Bewertung  täglich den Menschen über die Lippen kommt.  Genau das Gegenteil kann man über die Bewertung des Mitmachzirkus  von Stefanie Frank, eine Produktion des bekannten Circus Brumbach, behaupten.  In jedem Moment dieser Projektwoche in Zusammenarbeit mit der Grundschule spürte man die Leidenschaft der neun Künstler und die Begeisterung der über 100 Kinder.  So kann man als Resümee und bei der Benotung  für das Gesamtkonzept nur die Note Eins mit Stern stehen lassen.  Aber auch die Senioren der Tagesstätte in Poppenberg erfreuten sich beim Besuch des Zirkus.  Durchwegs glänzende Augen gab es bei den Eltern, Omas und Opas, als sie ihre Kinder am Boden, in der Luft auf Seilen oder Trapez oder in der Clowngruppe bewundern durften. Abermals  gastierte  ein professioneller Mitmachzirkus in  der Schule in Mitterskirchen. Fast rund um die Uhr herrschte auf einer Zeltwiese, zur Verfügung gestellt von der  Gemeinde  verbunden mit allen Nebenkosten,  eine Woche lang hautnah Zirkus der absoluten Spitzenklasse. Im Vorfeld erlernten die Kinder akrobatische Darbietungen und Kunststücke, die keine Wünsche übrig ließen.  Die Kinder erhielten  Einblick in die bunte Zirkuswelt, gleichzeitig  wurden sie kognitiv, motorisch und auch sozial gefordert und natürlich auch gefördert.  Bereits nach den aufwendigen Proben herrschte natürlich Hochspannung bei den jungen Künstlern, es  wartete nämlich ein voll besetztes Zirkuszelt mit  jeweils 400 erwartungsvollen Zuschauern.  Erwähnenswert war zudem die Tatsache, dass sich das HPZ mit seinen beiden Mitterskirchner Partnerklassen an der Projektwoche beteiligte,  so dass der Mitmachzirkus auch ein integratives Projekt  der kompletten Schule  darstellte. 

Groß war die Vorfreude und der besondere Dank von Schulleiter Manuel  Hackner galt bei der Begrüßung  insbesondere  dem Elternbeirat der Grundschule und dem Förderverein, der dieses Projekt unter der Federführung von  Regina Untermaierhofer initiierte und seit  langem  geplant und organisiert hatte. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Elternbeiräte konnten zur  Finanzierung  genau 25  Sponsoren für das Projekt gewonnen werden.  Lobend erwähnte er das harmonische Miteinander  dieser Projektwoche zwischen Schülern, Lehrerschaft sowie dem Zirkus. Überwältigt war auch  Regina Untermaierhofer in ihrer Begrüßung, dass endlich die Stunde gekommen sei, wo sich der Vorhang öffne.  Auch  sie würdigte das großartige Engagement nach allen Richtungen.  Als sich dann endlich tatsächlich der Vorhang öffnete, prägte unübertreffliche Begeisterung die nächsten zwei Stunden. In genau dreizehn verschiedenen Darbietungen gab es donnernden Applaus für die Kinder. Ob die Hula Hup Nummer, die Ringe Nummer, die Pyramiden Aufstellung oder das Vertikalseil – es gab nur Bewunderung bei den zahlreichen Eltern Omas Opas und sonstigen Begleitern über ihre Sprösslinge.  Keine Ängste bewiesen die Kinder bei ihren luftigen Darbietungen  und so manchem Elternteil  sah man Anspannung in den Gesichtern.  Zwischendurch wurde es sogar gruselig, als die Mafia-Gang seine Runden in der Manage drehte. Nach der verdienten Verschnaufpause ernteten die Kinder nochmals verdienten Applaus am Schwebebalken, beim Lasso-Drehen und dem Feuerspucken.  Eine grandiose Nummer servierten immer zwischendurch die Clowns, welche die Zirkusleitung viele Nerven kostete. Am Ende gab es  regelrechte Standing Ovations und nur strahlende Gesichter bei den Kindern, der Schulleitung und den Lehrkräften. Aber auch die komplette Mannschaft des Zirkus war begeistert von der Aufnahme der kompletten großen Schulfamilie und freuen sich schon auf ein Wiedersehen.  Gerne hätten die Kinder noch für eine Woche die Schulbank mit dem Zirkuszelt vertauscht, aber diese eine Woche wird wohl für immer in ihrem Grundschulleben in Erinnerung bleiben. Bereits am Abend nach der letzten Vorstellung war das Zelt abgebaut und der Zirkus reist weiter nach Ramsau.  (hah)